Galizienreise 2012

Ich fand die Reise grossartig. Sie wies viele Vorzüge auf, das Beste aber waren bestimmt die vielfältigen Begegnungen, die mich sehr beeindruckt haben. Vor allem auch der etwas unwirsche Leonid Golberg: das zornige Feuer seines Engagements wider das Vergessen, wider das Einebnen der Historie wird mich begleiten. Ich reagierte immer wieder mit dem Wunsch, mit diesen eindrucksvollen Männern und Frauen befreundet zu werden!
Mein erstes Motiv, mich für die Reise anzumelden, ist mein Betroffenheit über die Katastrophe des galizischen Judentums und meine Dankbarkeit für das kulturelle Erbe: ich meine die chassidischen Geschichten und die bedeutenden Dichtungen in deutscher Sprache.
Am Ruhetag in Dubiecko ergriff ich mit drei weiteren Gruppenmitgliedern die Gelegenheit für einen längeren Spaziergang, das war sehr schön, die Leiterin des Hotels hatte uns mit Karten ausegrüstet!
Wir waren eigentlich überall ausgezeichnet untergebracht.
Ich hätte mir eigentlich auch eine Begegnung mit einer jüdischen Gemeinde gewünscht. Ich sehe aber, dass Sie eine Reise extra zum Thema ‚Jüdisches Leben‘ anbieten werden, das ist wunderbar.
Ich fand die Reise ausgezeichnet geplant auch hinsichtlich der Beanspruchung, es ging eigentlich nie über meine Kräfte (ausser auf dem Wawel in der Kathedrale mit so vielen Sarkophagen, Königen und berühmten Namen). Und wenn es einmal etwas anstrengend war, gab es darauf eine Pause oder eine andersartige Aktivität.

Ich gratuliere Ihnen und statte besonders natürlich auch Judith Schifferle meinen herzlichsten Dank ab.

H.A. Ritter