Reise nach Mass: Galizien – verschwundenes Land

Vorgeschlagenes Programm

  • empfohlener Dauer:12 Tage
  • Gruppengrösse: nach Wunsch
  • Saison: Frühling – Herbst

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1. Tag: Lemberg
Individuelle Ankunft in Lemberg und Treffen mit dem Reiseleiter. Stadtrundgang zur ersten Orientierung. Die vielen Namen der Stadt – Leopolis, Lemberg, Lwów, Lviv – verweisen auf eine lange bewegte Geschichte im Spiegel verschiedener Sprachen und Kulturen. Abends treffen wir die erste unserer Lemberger Persönlichkeiten. 2 Nächte in Lemberg.

Lemberg2. Tag: Lemberg
Von den mittelalterlichen Kirchen am Fuße des Schlossbergs bis zu den
Renaissance-, Barock- und Rokoko-Bauten in der Altstadt – wir erkunden die jüdischen Stadtteile, das armenische Viertel und den Marktplatz. Hierher hat es im 19. Jahrhundert auch einen Schweizer Zuckerbäcker verschlagen: den Tessiner Dominik Andreolli, der ab 1803 am Marktplatz die so genannte «Andreolli-Passage» besaß. Am Nachmittag freie Zeit und die Möglichkeit, die «Zukernja» kennenzulernen: Hier gibt es den besten Kirsch- und Apfelstrudel östlich von Wien! Literaturabend geplant.

3. – 4. Tag: Lemberg – Czernowitz 
«Czernowitz, das waren Sonntage, die mit Schubert begannen und mit Pistolenduellen endeten. Czernowitz (…) war die heimliche Hauptstadt Europas, in der die Metzgertöchter Koloratur sangen und die Fiakerkutscher über Karl Kraus stritten. Wo die Bürgersteige mit Rosensträuchern gefegt wurden und es mehr Buchhandlungen gab als Bäckereien. »Eine Reise nach Czernowitz bedeutet nicht nur, das «Jerusalem am Pruth» (Rose Ausländer) oder die Stadt, «in der Menschen und Bücher lebten» (Paul Celan), über ihre Dichter zu entdecken; sondern auch den Mythos kennenzulernen, «für den diese Stadt heute lebt» (Juri Durkot). Für, mit und durch den Mythos von Czernowitz lebt auch der Grafiker, Maler und Illustrator Oleg Ljubkiwskij, der uns seine Stadt zeigt. 
2 Nächte in Czernowitz.

5. Tag: Czernowitz – Ivano Frankivsk/Stanislau oleg czernowitz
Fahrt nach Ivano Frankivsk, ins Karpatenvorland, wo sich mehr als dreißig Völker in dieser Region mischten. Iwano-Frankivsk ist in der Ukraine für seine lebendige, junge Kulturszene bekannt, manche (vor allem in Westeuropa) sprechen vom so genannten «Stanislauer Phänomen» der ukrainischen Literatur. Stadtbesichtigung und Gespräch mit einem bedeutenden  Gegenwartsautoren.

6. Tag: Ivano Frankivsk/Stanislau – Boryslaw 
Am Nachmittag Weiterfahrt ins «galizische Pennsylvanien» – nach Boryslaw. Die heutige Kleinstadt war im 19. Jahrhundert eines der weltweit bekanntesten Zentren der Erdölförderung. 1 Nacht in einem Hotel bei Drohobytsch.

7. Tag: Drohobytschdrohobytsch_kirche_1
Besichtigung der Stadt, wo 
der ukrainische Nationalheld Iwan Franko zur Schule ging und der Bruno Schulz, der Universalkünstler und Autor „Der Zimtladen“ geboren wurde. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Polen, 2 Übernachtungen in einem schönen Schloss bei Przemyśl.

8. Tag: Freier Tag
Die Räume und die Parkanlage unseres Schlosses bieten uns für einen Tag beste Erholung. Sie können sich auf eine exzellente Küche freuen!

9. Tag: Festungsstadt Przemyśl – Krakau
Bevor es weiter nach Kraków geht, ist eine kurze Besichtigung in Przemyśl geplant (
nach Antwerpen und Verdun die drittgrößte Festungsanlage des 1. Weltkrieges in Europa). Nachmittag Zugfahrt nach Krakau und dort 3 Nächte.

10. – 11. Tag: Königsstadt Krakau (UNESCO)
Zwei Tage besichtigen wir d
ie von Kriegsschäden verschont gebliebene Kulturhauptstadt Weltkulturerbe KrakauPolens. Im Zentrum der Altstadt liegt der größte mittelalterlichen Marktplatz mit schönen Tuchhallen und der Marienkirche mit dem berühmten Veit Stoß-Altar.  Auch die Jagiellonen Universität, die älteste polnische und nach der Karls-Universität in Prag die zweitälteste Universität in Mitteleuropa, an der Nikolaus Copernikus studierte, und der jüdische Stadtteil Kazimierz stehen auf dem Programm. Ein Klezmer-Konzert ist am Abend geplant.

12. Tag: Krakau – Rückreise
Heute können Sie sich freie Zeit für einen individuellen Bummel durch Krakau gönnen und langsam Abschied von Galizien nehmen, oder sich für eine der zwei fakultativen Exkursionen entscheiden.
Individuelle Rückreise.

 

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