Reisen nach Mass: Memelland und die Kurische Nehrung

 Vorgeschlagenes Programm

  • vorgeschlagener Dauer: 8 Tage
  • Gruppengrösse: nach Wunsch
  • Saison: Frühling – Herbst

litauen ostsee

1.Tag Samstag: Zürich – Vilnius
Individuelle Anreise nach Vilnius. Am Flughafen in Vilnius Treffen mit dem Reiseleiter und Fahrt ins Hotel. Nach dem ersten Spaziergang durch die Stadt Abendessen in unserem Hotel.

vilnius synagoge2.Tag Sonntag: Vilnius – Rom und Jerusalem des Nordens
Vilnius 
wurde zum Zentrum der jüdischen Kultur und Aufklärung. Heute begeistert die barocke Altstadt von Vilnius mit ihren schmalen mittelalterlichen Gassen, gemütlichen Hinterhöfen und einer Vielzahl von Kirchen (über 50 deshalb auch der Beiname Rom) und Burganlagen. Wir wandern durch die Stadt und seine vielen Geschichten. Am Abend tauchen wir in die Welt der litauischen Poesie ein und lernen die hiesige Literaturszene kennen.

3. Tag Montag: Trakai und Kaunas
Wir verlassen heute Vilnius und besichtigen zuerst auf der Weiterreise das Schloss in Trakai. Trakai war die mittelalterliche Hauptstadt Litauens und im 14. und 15. Jahrhundert Residenz der litauischen Großfürsten. Unser nächstes Ziel an dem Tag ist Kaunas: gelegen am Zusammenfluss von Nemunas (deutsch: Memel) und Neris. Die Stadt in Litauen mit den meisten Studenten, in der erst vor zwei Jahrzehnten die Universität wiedereröffnet wurde. Eine Stadt, die zu Sowjetzeiten für ihren zivilen Ungehorsam und ihre Treue zu bürgerlichen Werten bekannt war. 1 Übernachtung in Kaunas.

4.Tag Dienstag: Nemunas/Memmel/Niemen – Kurische Nehrung schwarzsee litauen
Heute fahren wir entlang der Memel Richtung Ostsee: Deutsche und Litauer, Polen und Weißrussen, Juden und Russen lebten über Jahrhunderte friedlich an Memel-Ufern. Über Klaipeda erreichen wir mit der Fähre die Kurische Nehrung. Zimmerbezug in unserem Hotel in Juodkrante, zu Deutsch «Schwarzort», das bis 1740 zum Hauptamt Memel im Kreis Samland gehörte. Schwarzort ist der älteste Ort auf der Kurischen Nehrung. Das ehemalige Fischerdorf wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen mit Nidden bekannt als Badeort, vor allem aber wuchs seine Bedeutung durch die großen Bernsteinfunde. 
Am Nachmittag machen wir noch in Joudkrante eine Wanderung über den Hexenberg, der uns mit über 80 Holzfiguren in die litauische Mythen- und Sagenwelt eintauchen lässt und geniessen den Abend an der Ostsee. 3 Übernachtungen in Juodkrante.

5.Tag Mittwoch: Kurische Nehrung
Heute, ausser einer kurzen Dünenwanderung, machen wir einen Ausflug nach Nida, das ein verträumtes Fischerdörfchen war, bis es von Künstlern entdeckt wurde – unter Ihnen Max Pechstein, Lovis Corinth oder Ernst-Ludwig Kirchner. Nida besticht durch kurische nehrung litauenseine malerischen Häuser und seine Lage direkt am Haff, wo Thomas Mann ein Sommerhaus für seine Familie bauen ließ. «Man findet einen erstaunlich südlichen Einschlag», schrieb 1931. «Das Wasser des Haffs ist im Sommer bei blauem Himmel tiefblau. Es wirkt wie das Mittelmeer. Es gibt dort eine Kiefernart, Pinien ähnlich. Die weiße Küste ist schön geschwungen, man könnte glauben in Nordafrika zu sein (…)»

6.Tag Donnerstag: Bootsfahrt übers Haf
Heute schippern wir über das Kurische Haff (1584 qkm – dreifache Fläche des Bodensees!) und legen beim Leuchtturm auf der Insel Russ an. Die Rückfahrt führt uns durch die traumhafte Knaup-Bucht mit seinen unzähligen Schilfinseln. Im Nemunodelta / Memeldelta liegen weite Gebiete unter dem Wasserspiegel des Nemunas / Memelstromes und des Kurischen Haffs. Die Schilfgürtel und die weit verzweigten Wasserläufe bilden einen idealen Lebensraum für die Vogelwelt!

7.Tag Freitag: Rückreise nach Vilnius über Berg der Kreuze
Nach dem Frühstück treten wir die Rückreise nach Vilnius an. Wir besichtigen Klaipeda, das frühere Memel, die einzige Hafenstadt in Litauen. Bis zum Jahre 1920 gehörte die Stadt zum Deutschen Staatsgebiet und lag an der Außengrenze Preußens. Die Altstadt wurde berg der kreuze litauenrestauriert und bezaubert mit kleinen Gassen und Straßencafes.  Auf dem Weg nach Vilnius machen wir einen Abstecher: 5 km nördlich von Siauliai liegt Litauens bekanntestes Nationalheiligtum: Ein Wald aus Tausenden von Kreuzen. Wenn der Wind über den kleinen Hügel weht, klirrt, klackert, klingelt es leise, zehntausendfach. Wann die ersten Kreuze aufgestellt wurden, ist unklar. Wohl nach der blutigen Niederschlagung der Aufstände gegen den Zaren 1863. Unter den Sowjets schwoll ihre Zahl an, der Hügel wurde zum Symbol des Widerstandes gegen das verhasste Regime. Moskau ließ über 5000 der Kreuze mit Bulldozern plattwalzen, doch umso mehr stellte man auf. Bis heute kommen täglich neue hinzu. 1 Übernachtung in Vilnius.

8.Tag Samstag: Rückeise
Abschied von Vilnius und individuelle Rückreise.

 

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